| Das Pflanzen einer Ligusterhecke |
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Jetzt kommt ja bald unsere Ligusterlieferung . Wir machen uns also schon mal mit der richtigen Pflanztechnik vertraut.
Wir haben uns für wurzelnakten Liguster entschieden. Also Pflanzen ohne Erdreich. Die sind günstiger als die Variante im Wurzelballen und eigentlich auch recht unproblematisch in der Pflanzung. Die Pflanzung kann hier aber nur in der Vegetationsruhe vorgenommen werden (Ende September bis Anfang Dezember und Mitte Februar bis etwa Ende April). Das Pflanzen bei Frost ist nicht ratsam. Getopfte Ware kann das ganze Jahr eingepflanzt werden, da hier die Wurzeln ja schon von Erde umgeben sind. Vor der Pflanzung werden die angelieferten Wurzelstöcke auf Beschädigungen kontrolliert und abgestorbene und beschädigte Wurzeln entfernt. Danach werden die Wurzeln gewässert. Hier schwanken die Angaben zwischen 2 und 12 Stunden. Es kommt wohl auch ein bisschen darauf an, wie lange die Pflanzen schon die Trockenheit zu überstehen hatten. Nach dem Wässern kann mit dem Ausheben der Pflanzlöcher begonnen werden. Diese sollten ausreichenden Durchmesser und Tiefe haben. Etwa 1/3-1/2 größer als das Wurzelwerk. Um gerade Hecken zu erhalten, spannt man sich am besten eine Schnur, um den Verlauf der Hecke besser kontrollieren zu können. Dann wird alle 20-30cm eine wurzelnackte Pflanze eingesetzt. Je nach örtlicher Gegebenheit kann es auch einfacher sein direkt einen Graben auszuheben anstatt einzelne Löcher zu buddeln. Mit der ausgehobenen Erde kann man nun das Pflanzloch nach dem Einsetzen der Pflanze wieder verfüllen. Sollte man lehmigen oder schweren Boden haben, dann sollte die Erde aber zunächst mit Sand und Gartenerde verbessert werden. Ebenfalls darf der Boden nicht verdichtet sein, um einen guten Wuchs der Wurzeln zu ermöglichen. Bei sehr nassen Böden ist auch eine Drainageschicht aus Kies oder Schotter anzuraten. Die Erde verteilt sich am besten zwischen den Wurzeln wenn Sie mit den Händen fein verkrümelt wird. Die Pflanze wird dann so tief eingesetzt wie sie auch vorher im Erdreich war. Das sollte sich am Wurzelstock recht gut erkennen lassen. Die Erde wird vorsichtig um die Pflanze festgetreten und ein Gießrand geformt. Das heißt, das Wasser sollte nicht zu den Seiten ablaufen können. Danach kommt eigentlich der wichtigste Schritt, das Einschlämmen der Pflanze. Mit reichlich Wasser wird das Wurzelwerk der Pflanze eingeschlämmt. Erst dadurch bekommen die feinen Wurzeln Kontakt mit dem Erdreich und können Nährstoffe aufnehmen. Zum Schluss muss die Pflanze noch geschnitten werden. Etwa 1/3 der Pfanze wird gekürzt. Das ist wichtig, damit sich der Liguster ausreichend verzweigt. Die Hecke wird nur dann dicht werden, wenn sie regelmäßig geschnitten wird. An den Schnittstellen treibt die Pflanze neu aus. Eine Hecke braucht immer Zeit, um eine gewisse Höhe zu erreichen. Wenn man Sie nicht schneidet, dann wächst diese zwar schnell in die Höhe, wird aber nicht dicht. Man braucht also Geduld bis eine grüne Mauer entstanden ist. Obwohl der Liguster pro Jahr etwa 40cm in die Höhe wächst, sind wohl eher 10-15cm Höhenwuchs realistisch, wenn man die Planze häufig schneidet, damit sie ausreichend dicht wird. Nach dem Pflanzen kann man den Liguster noch mit einer Mulchschicht umgeben, damit der Unkrautwuchs gehemmt wird. Idealweise verlegt man vor dem Ausheben der Pflanzlöcher auch noch eine wurzelhemmende Vliesunterlage. Diese wird dann an den Pflanzstellen kreuzförmig eingeschnitten. Bei der Verwendung von frischem Rindenmulch ist es wichtig, vor dem Aufbringen der Mulchschicht noch eine Stickstoffdüngung mit Hornspänen vorzunehmen, da der frische Mulch sonst dem Boden Stickstoff entzieht.
JOERG24 BLOG - Bautagebuch / Baubericht / Baublog © Jörg Walter 2009 - Unser Hausbau mit Keitel HausUnseren Blog könnt Ihr bei der Bloggerei bewerten:
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Bild © Claudia Hautumm /