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Perimeterdämmung, Noppenbahn und Wärmebrücken Drucken
Infos & Tipps - Technik

3035_cs

 

Samstag hol ich Sie ab - unsere Perimeterdämmung

Genauergesagt 60mm dicke Styrodurplatten. Die kommen dann rund um die umlaufende Frostschürze an der Bodenplatte. Unten kommt eine glatte Platte Styrodur® 3035 CS zum Einsatz. Oben auf den letzten 25-30cm eine Styrodur® 2800 C Platte. 2800Die bildet dann den Sockel und kann aufgrund der Wabenstruktur auch verputzt werden. Die Dämmeigenschaften sind dabei die gleichen. Später wenn Putz drauf ist steht das Haus dann etwa 2cm über den verputzten Sockel über. Dadurch kann das Wasser bei Regen auch sauber vom Gebäude abtropfen. Vor die Dämmung kommt dann noch ein dreilagiger Aufbau. Gleitfolie, Noppenbahn (Die Noppen nach außen) und darauf ein Vlies, damit sich die Noppen nicht gleich wieder komplett mit Erdreich auffüllen.

Nach dem Einbau der Entwässerungsleitungen kann dann der Arbeitsraum später verfüllt werden und erhält dann oben den klassischen Kies (Kiesbord) in den das Wasser tropfen kann.

Verklebt wird die Perimeterdämmung mit einem zementhaltigen 2 Komponenten Bitumenkleber. Ein ziemlich wiederlicher Bapp denke ich. Damit wird die Bodenplatte rundherum erstmal vorgestrichen und dann die Platten angeklebt. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Bitumenklebern ist das mit reichlich Spass verbunden.

Da wir nur mit Bodenplatte bauen können wir das glücklicherweise machen wenn das Haus schon draufsteht. Dann kann sich auch nicht mehr viel verschieben oder kaputtgehen wenn jemand aus Versehen auf den Rand tritt. Wichtig ist es dass am Stoß zwischen Sockeldämmung und Perimeterplatte keine Wärmebrücke entsteht. Die Platten müssen hier mit etwas Presspassung verarbeitet werden. Sprich 29,5cm freilassen. 30cm reinkleben denke ich. Viel mehr wird dass doch recht steife Styrodur kaum mitmachen. Damit erzeugen wir eine saubere Wärmedämmung.

 

waermedaemmung2Bei den konstruktiven Verhinderung von Wärmebrücken, bzw. deren Reduktion gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir haben eine System mit Dämmung auf der Bodenplatte und Perimeterdämmung der Frostschürze. Dadurch müssen wir z.B. unter der Bodenplatte nicht unbedingt dämmen. Tun wir auch nicht. Unter der Bodenplatte müssten wir unbedingt dämmen wenn wir "neumodisch" ohne Frostschürzen bauen würden. Dann würde man eine außen geschlossene Schale vorziehen. Wir machen unser Thermoskännchen innen zu. Der Effekt mit der Dämmung unter der Bodenplatte wäre nicht besonders hoch im Vergleich dazu. Nach der Dämmung ist unsere Bodenplatte auch etwas dicker, da wir eine biegesteife Platte haben. Der Standardfall bei vielen ist inzwischen die Version mit Streifenfundamenten.

 

waermedaemmung

 

Ganz vereinfacht ausgedrückt. Bei uns ist die Platte bewehrt und nicht die Frostschürze. Bei Streifenfundamenten sind diese bewehrt und die Platte kann weitgehend unbewehrt bleiben. (Bitte sag mir jemand bescheid wenn ich Blödsinn reden sollte, aber so hab ichs verstanden)

Infos dazu gibts auf den entsprechenden ENEV Seiten. Infos zu Styrodur gibt bei der Firma mit den 4 wichtigen Vitaminen BASF. Es gibt aber auch andere Hersteller und Werkstoffsysteme.

 

 

 

 

 

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