| Theorie und Praxis der ENEV |
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| Bauberichte - Drumherum | |||
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Unser berechneter Bedarfswert für den Endenergiebedarf liegt bei 62 kwh/(m²/a), was wohl dem hohen Gebäudevolumen duch die 2m Kniestock geschuldet ist.
Der reale Bedarfswert lag bei 35 kwh/(m²a). Natürlich muss man dazu sagen, dass wir bei drei Räumen, die aktuell nicht regelmäßig genutzt werden, nur 15°C auf dem Thermostat eingestellt haben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das einen großen Unterschied macht.
Fehler konnte ich in der Berechnung aber auch keinen finden, außer dass eine Fensterseite mit einem leicht abweichenden U-Wert gerechnet ist und ich mir sicher bin, dass alle Fenster gleich sind. Aber auch diese kleine Abweichung sollte den Unterschied nicht ausmachen.
Wohlgemerkt wir sprechen von berechneten Energiebedarf und nicht vom Primärenergieverbrauch. Der ist vielleicht für eine bestimmte Förderung interessant, nicht aber für den tatsächlichen Verbrauch.
Dadurch kommt auch das interessante Phänomen zustande, dass ein so genanntes "KFW40" Haus mit Pelletheizung einen höheren Energiebedarf haben kann als ein "KFW60" mit Gasheizung, was wohl auch schon so manchem Häuslebauer im Nachhinein die Tränen in die Augen getrieben hat.
Das einzige, was man sicher sagen kann, ist wenn man ein "KFW40" mit Gas hat und ein "KFW40" mit Wärmepumpe hat, dass bei dem Haus mit Wärmepumpe die Dämmung und/oder die solare Ausrichtung schlechter sind. Mal vorrausgesetzt der berechnete Primärenergieverbrauch wäre gleich.
Ein Umstand, der uns aber auch recht spät bewusst geworden ist. Erst als das Haus einen überraschend hohen Faktor hatte, haben wir uns mit dem Thema genauer gefasst. Der Primärenergiebedarf oder "Gesamtenergieeffizienz" wie sich das im Energiepass auch nennt, sollte lieber "Ökologische Effizienz" heißen. Darüber müsste man mitunter zwar auch streiten, aber es wäre zumindest näher am Thema. Wie gesagt - mit dem Realverbrauch hat das´wenig bis gar nichts gemein.
Unsere hohe Abweichung führe ich aber mal auf die gute solare Ausrichtung zurück. In der Übergangsphase heizen wir mit dem "Wohnzimmer" das ganze Haus. Von April bis Oktober ist die Heizung eigentlich komplett aus. Unser Warmwasser bekommen wir dann quasi kostenlos vom Kollektor auf dem Dach. Das funktioniert auch einwandfrei.
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So weit können die Verbrauchswerte der Theorie und der Praxis abweichen.